Dunkelgrünes und allerlei Buntes auf der Grünen Woche
Der Demonstrationsbetrieb von Sven Borcherts GbR wirtschaftet auf 1700 Hektar gutem Bördeacker. Der im Landkreis Hohenlohe gelegene Demonstrationsbetrieb betreibt auf knapp 190 Hektar Ackerbau und dazu eine Schweinemast mit rund 800 Tieren, welche zumeist über eine Metzgerei direkt vermarktet werden. Es gibt eine Brennerei und ein Lohnunternehmen. Auch hier berät und betreut die rheinland-pfälzische Stiftung Kulturlandschaft bei den Naturschutzmaßnahmen im F.R.A.N.Z.-Projekt. Lisa Diehl, Betriebsberaterin der Stiftung, betreute mit Sven Borchert den Messestand in Berlin und berichtete über die wesentlich kleinteiligeren Betriebe in der Gegend, oft auch Obstbauern und Winzer. Alle Maßnahmen des Projektes hätten ganz unterschiedlich gewirkt, sagt sie und fügt hinzu: „Aber auch bei uns haben bereits Feldvögel wie der Kiebitz davon profitiert. Es gibt auch wieder viel mehr Wildbienen, Schwebfliegen und Laufkäfer.“ Lisa Diehl hatte am Messestand eine Black-Box zum Fühlen aufgebaut; Insektenarten mussten erraten werden: Ameise, Käfer oder Libelle?
Auf der Grünen Woche in Berlin findet jeder, was er wissen oder mal probieren will, was er sich schon lange wünscht oder von dem er nicht mal weiß, dass er es benötigt. Es gibt unendlich viele Informationen zu allen grünen Bereichen der Wirtschaft/Wissenschaft, wie zum Beispiel das F.R.A.N.Z.-Projekt, aber auch viel für die Augen, große Maschinen, kleine Geschenke, Wissenswertes, Lustiges, Gewinnspiele und ganz viel nette Leute. Außerdem Heimchen mit Barbecue-Geschmack, gegrilltes Krokodil, supergeniale Bügeleisen, Lagerbier aus Liechtenstein, Austern aus Frankreich, die unverzichtbaren Magic-Lappen oder schwedische Tunnbrödsrulle. Außer einer Eintrittskarte ist, wie bei jeder Messe nur noch gutes Schuhwerk nötig.
In der Sachsen Anhalt Halle boten die Direktvermarkter aus den Landkreise verschiedenste Spezialitäten an. So fanden Halberstädter Würstchen, Fallstein-Gin oder rote Algenkekse von der Hochschule Anhalt mühelos den Weg in die Münder und Tüten der Sachsen-Anhalt-Halle-Besucher.
Text und Bild: Barbara Ilse